Botschaften des Optimismus und des Fortschrittversprechens

Steffen Saebisch, Hauptgeschäftsführer der Stiftung für die Freiheit, zu Besuch in Lateinamerika
News15.03.2018
Steffen Saebisch, Gerente General de la Fundación Friedrich Naumann para la libertad en reunión con el Diputado Jorge Triana
Steffen Saebisch, Gerente General de la Fundación Friedrich Naumann para la libertad en reunión con el Diputado Jorge TrianaFriedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Bereits seit Jahrzehnten arbeitet die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Lateinamerika insbesondere mit Think Tanks und Bürgerrechtsgruppen zusammen, um für Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und vor allem Korruptionsbekämpfung zu werben. "Die Stiftung für die Freiheit ist in Lateinamerika sehr bekannt. Das drückt sich auch in den zahlreichen Verbindungen mit Partnern vor Ort und dem großen liberalen Netzwerk RELIAL in Lateinamerika aus.", so Hauptgeschäftsführer Steffen Saebisch, anlässlich seines kürzlichen Besuches in der Region. 

Starke Kräfte in der Bürgergesellschaft

Ein besonders interessanter Aufenthalt vor dem Hintergrund globaler Entwicklungen, denn "wie überall in der Welt sind auch die liberalen Parteien und gesellschaftlichen Kräfte in Lateinamerika der Herausforderung von Rechts- und Linkspopulismus ausgesetzt. Interessant zu beobachten ist, dass ähnlich wie in Europa es starke Kräfte in der Bürgergesellschaft gibt, die das traditionelle Rechts-Links-Schema zu überwinden trachten und mit Botschaften des Optimismus und des Fortschrittversprechens, die Mittelschichten insbesondere in den Ballungsräumen in Metropolregionen ansprechen. Hier gibt es sehr positive Entwicklungen zu beobachten". 

Bei seinem Besuch in Mexiko Stadt traf der Hauptgeschäftsführer der Stiftung nicht nur die Stiftungsmitarbeiter aus den lateinamerikanischen Projektländern, sondern auch zahlreiche mexikanische Partnerorganisationen und liberale Politiker. Im mexikanischen Parlament kam er mit dem Abgeordneten Jorge Triana zusammen, dessen Bewegung "Freie Menschen gesucht" sich mittel- und langfristig als liberale Partei in Mexiko etablieren möchte - keine einfache Aufgabe im schwierigen Parteienumfeld Mexikos. "Ich war sehr beeindruckt von dem Treffen mit jungen Aktivisten der liberalen Bürgergesellschaft und dem Abgeordneten Triana im mexikanischen Kongress. Hier wächst eine ganz neue politische Generation heran, die mit den bisherigen Strukturen brechen und ganz auf Fortschritt, Freiheit und Eigenverantwortung ihrer Bürger setzen möchte.", erklärte Saebisch. Im Rahmen einer Diskussionsrunde sicherte er dem jungen Zusammenschluss Trianas daher gerne die Unterstützung der Stiftung für die Freiheit zu.

Langjährige Partner und aktuelle Themen

Weitere Termine umfassten Gespräche mit den Geschäftsführern des mexikanischen Instituts für Wettbewerbsfähigkeit (IMCO) sowie von México EvalúaCIDAC - beides langjährige Partnerinstitutionen der Stiftung in Mexiko. Wichtige Themen der gemeinsamen Zusammenarbeit sind dabei Freihandel, Marktwirtschaft sowie Rechtsstaat und Transparenz. Letztere sieht auch Steffen Saebisch als besonders relevant an: "Die sicherlich größte Herausforderung in Lateinamerika ist die Frage der Korruptionsbekämpfung und Umsetzung von Good Governance Konzepten. In Mexico ist im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen zu beobachten, dass das Thema der Korruptionsbekämpfung das alles dominierende Thema ist. Hier treten insbesondere zwei Kandidaten von der linken und rechten politischen Seite gegen die alte Staatspartei PRIan. Auch hier zeigt sich, dass das alte Rechts-Links-Schema an sein Ende kommt. Es gibt in der Bevölkerung eine große Sehnsucht nach einem fortschrittlichen Kandidaten aus der liberalen Mitte."

Steffen Saebisch, Gerente General de la Fundación Friedrich Naumann durante entrevista con Sergio Sarmiento
Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Auch Erläuterungen zur aktuellen politischen Situation in Deutschland stießen bei den mexikanischen Partnerorganisationen auf reges Interesse. Mehr noch, die deutsche Polititk und die Rückkehr der Liberalen in den Bundestag waren sogar Themen eines Fernsehinterviews des Hautpgeschäftsführers mit dem mexikanischen TV-Sender Television Azteca